Leere Kassen in der Gastronomie

Fast ein Jahr nach dem ersten Lockdown bzw. Zwei bis vier Monate nach dem zweiten Lockdown (je nach Kanton) gibt es noch keinen verlässlichen Zeitplan für die Ausgleichszahlungen. Dies steht im krassen Gegensatz zu allgemein kolportierten Aussagen des Bundesrates.

Obwohl der Bundesrat vor gut zwei Monaten die Härtefallverordnung verabschiedet hat, sind bisher landesweit nicht einmal 200 Millionen Franken ausbezahlt worden. Zum Vergleich: Die Schweizer Hotellerie hat durch Corona mindestens 10 Milliarden Franken Umsatz verloren.

Das Unternehmen sollte sofort eine Entschädigung für finanzielle Schwierigkeiten erhalten. Mit Aussagen wie "es werden 10 Milliarden zur Verfügung stehen" kann niemand etwas anfangen. Unternehmen brauchen feste Zusagen darüber, was dies konkret für sie bedeutet. Erst dann werden die Hausbanken einspringen können und Geld vorschießen.

Es darf keine wettbewerbsverzerrende Ungleichbehandlung zwischen den Unternehmen geben. Es ist inakzeptabel, dass die Unternehmen je nach der Größe und den Kanton sehr unterschiedliche Entschädigungen erhalten.

Das Geld muss in Form von a-fonds-perdu-Beiträgen jetzt fließen oder zu einem festen Termin verbindlich zugesagt werden. Nur dann haben Unternehmer eine solide Grundlage für eine wichtige Entscheidung: die Reißleine zu ziehen oder nicht.

Stand: 23. Februar 2021