Wie in einem
Tunnel ohne Ausgang.
Das muss sich
sofort ändern.

Die Perspektiven für die Gastronomie sind leider Fehlanzeige.

Wir sollen erst am 22. März öffnen, sondern nur vielleicht und nur die Terrassen. Wenn die epidemiologische Situation es zulässt. Wann wir also wieder unter halbwegs vernünftigen Bedingungen öffnen dürfen, steht in den Sternen. Vielleicht Mitte April? Oder erst im Mai?

Der Eröffnungsschritt des Bundesrates ist zu schüchtern. Der Gastronomiebereich bleibt auf der Strecke.

Der Rückgang der Fallzahlen, die zunehmende Durchimpfung von Risikogruppen, die geringe Krankenhausbelegung und der Einsatz von Massentests würden eine schnellere Öffnung ermöglichen.

Der Bundesrat ignoriert die Rufe aus der Wirtschaft und den Kantonen. Die gesetzliche Anhörung war eine reine Alibiübung für die Galerie.

Wir müssen in der Sperre durchhalten und stehen kurz davor. Dies wird auch Mitarbeiter, Lieferanten und Produzenten und letztendlich die gesamte Branche in den Strudel ziehen.

Für die geplante Eröffnung der Terrasse am 22. März werden willkürliche Qualifikationskriterien verwendet. Anstelle von Hoffnung wird Angst geschürt.

Die Überlastung des Gesundheitssystems ist nicht mehr glaubwürdig. In der Folge wurde der R-Wert mehrfach nach unten korrigiert. Die Positivitätsrate wird massiv verfälscht, da viele negative Tests nicht in der Statistik enthalten sind. Und die Anzahl der Fälle hängt sehr stark von der Menge der durchgeführten Tests ab.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Infektionen im Hotel- und Gaststättengewerbe häufiger vorkommen als anderswo. Die Schließung von Restaurants bedeutet nicht, dass es keine Kontakte geben wird. Diese finden dann einfach in einem privaten Rahmen statt - ohne Schutzkonzept.

Was es jetzt und sofort braucht

Die Unternehmen brauchen dringend finanzielle Hilfe - jetzt, nicht erst in ein paar Wochen oder Monaten. Kein Wenn und Aber. An vielen Orten wurde nichts oder fast nichts bezahlt. Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten müssen korrigiert werden.

Verbesserungen bei der Kurzarbeit. Es ist zu teuer für das Geschäft. Es kann z. B. nicht sein, dass Mitarbeiter nach einer fünfmonatigen Aussperrung ein riesiges Urlaubs- und Feiertagsguthaben angesammelt haben.

Eine faktenbasierte Neubewertung, um Restaurants und Bars so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Eine sorgfältige Überlegung, angesichts der enormen Kollateralschäden. Eine Task Force, in der nicht nur Epidemiologen, die nichts anderes sind als medizinisch geschulte Statistiker, die im Dunkeln fischen, federführend sind.

Eine Strategie, wie Sperrungen in Zukunft vermieden werden können, ohne gleichzeitig die Wirtschaft durch zu strenge Auflagen zu ersticken. Maßnahmen, die wie gesetzlich vorgeschrieben, auf Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit beruhen.

 Stand: 24. Februar 2021